Die Krone der Mischabel

Hoch, eisig, brüchig. Ohne Fixseile, ohne Seilbahnen, ohne Heli-Landeplätze. Das sind die zwei höchsten Gipfel der Mischabel – Dom und Täschhorn. Hütten erleichtern den Zugang, doch weit ist der Weg in jedem Fall, auf beide Gipfel. Es gibt bequemere Berge in den Alpen. Aber stolzere, echtere?

Herausforderungen für Alpinisten sind sie, Augenweiden für Bergtouristen, Anregung für Abenteuer und Stoff für Stubenhocker. Im Buch «Dom & Täschhorn. Krone der Mischabel» von Daniel Anker, Caroline Fink und Marco Volken, soeben erschienen im AS Verlag, geht es genau um die beiden Gipfel und ihre Geschichten. Um den Pfarrer, der innerhalb von vier Jahren Dom und Täschhorn erstmals bestieg. Um Mary Mummery, die den schwierigsten Grat dieser Berge 1887 als Erste beging und deren Text zur Erstbegehung des Teufelsgrats nun erstmals auf Deutsch erscheint.

Mit Geoffrey Winthrop Young überleben wir zudem knapp die erste Durchsteigung der Südwestwand daselbst, und mit Arnold Lunn schnallen wir zuoberst auf dem Dom die Ski an. Doch nicht nur um sportlich-geistige Glanztaten geht es in dieser Bergmonografie. Domherr Joseph Anton Berchtold, Vermesser und Namensgeber des Doms, wird vorgestellt, die höchste Blütenpflanze der Schweiz geortet, die Hüttenwelt rund um das Zweigespann beschrieben. Und stimmt es wirklich, dass sich «Mischabel» von «Mistgabel» herleitet? – Die zwei Autoren und die Autorin wünschen eine vergnügliche Bergtour im Lesesessel!