Notizen

Notizen von Die Beschreiber:

Henry-Nonsens-Preis für Philipp Maußhardt

Henry-Nonsens-Preis für Philipp Maußhardt

Weil er 16 km/h zu schnell gefahren war, saß Zeitenspiegel-Autor Philipp Maußhardt zwei Tage in einem Schweizer Gefängnis ein. Seine Knastgeschichte war im „Stern“ zu lesen. Nun wurde sie mit dem Henry-Nonsens-Preis 2014, dem Preis für die beste absurde Reportage des Jahres, ausgezeichnet. Ausrichter des Preises ist das Internetportal “reportagen.fm”.

Übrigens: In der Jury des Preises sitzen keine Geringeren als Kai Diekmann, Giovanni di Lorenzo, Ines Pohl, Stefan Aust und Frank Schirrmacher. Doch, wirklich!


[...]

Carmen Stephan erhält Columbus-Autorenpreis

Carmen Stephan erhält Columbus-Autorenpreis

Carmen Stephan erhielt den Columbus-Autorenpreis 2012 für ihre Reportage „Adeus, Amor“, erschienen im SZ-Magazin. Hier ein paar Auszüge aus der Laudatio: „Eine kraftvolle, gesellschaftskritische Reisegeschichte über das Leben in Rio de Janeiro. „Ein großes Panorama“ (Andreas Steidel), „handwerklich perfekt gemacht“ (Ulrich Brenner), „das berührt“ (Anna Löfken).

Als Roter Faden diente Stephan der Strand, an den die Protagonisten immer wieder zurückkehren. Ja, vielleicht gab es noch nie eine Geschichte, die die Bedeutung dieses Ortes für die Stimmung einer Stadt derart feinfühlig und detailreich eingefangen hat. Die Autorin schaffte es, die Ergebnisse einer zweifellos großen Recherche so zu platzieren, dass es nie wie bloße Moderation wirkte. Vielmehr atmete jede Zeile die Luft der Stadt. Oder wie Juror Ulrich Brenner es perfekt ausdrückte: „Sie beschreibt eine Szene – und es macht Klick im Kopf“.


[...]

„Bewegend, schön und unheimlich“

„Bewegend, schön und unheimlich“

Die Autorin Carmen Stephan erhält für ihren Debütroman „Mal Aria“ (S. Fischer) den Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung. Ihre Geschichte aus der Perspektive eines Moskito sei „bewegend, schön und unheimlich“, so die Begründung der Jury. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird am 11. Dezember 2012 im Literaturhaus Frankfurt verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Martin Mosebach, Einar Schleef, Arnold Stadler und Zoë Jenny.

„Mal Aria“ ist gerade erst im S. Fischer Verlag erschienen. „Der Augenblick in dem sie krank wurde, gleicht einer Szene in einem alten Musicalfilm. Eine junge Frau läuft im Frühling durch eine Drehtür, sie kommt auf der anderen Seite wieder heraus, und es schneit.“ Wie der an Malaria erkrankten Carmen geht es dem Leser dieses Romans: Man geht durch die Drehtür dieses Textes und sieht die Wirklichkeit mit anderen Augen. Es beginnt im wuchernden, dunklen Wald des Amazonas. Eine letzte Reise. Ein Stich, unbemerkt, unsichtbar. Und alles ist anders. Die junge Carmen liegt in hohem Fieber – doch die Ärzte wissen ihr nicht zu helfen. Wie schon in der jahrhunderttausendalten Geschichte der Malaria reiht sich ein Missverständnis an das andere. Tag für Tag entgleitet Carmen das Leben. Nichts geschieht. In der erstarrten Gegenwart der Klinik entwickelt sich in fiebriger Intensität die Handlung. Die äußere, scheinbar geordnete Welt wird durch die innere überwuchert – und Carmen muss sich dem Unvorstellbaren stellen: dass sie ihren Freund nicht mehr sieht, nicht mehr nach Hause kommt, nicht überlebt. Wo steht der Mensch? Was sieht er? Wie geht er mit der Tatsache um, dass er stirbt? „Mal Aria“ ist ein fesselnder Dialog zwischen Natur und Mensch, eine Reise in das Herz einer Krankheit. Ein Roman über unsere Sterblichkeit und über unsere Illusion, wir hätten das Leben im Griff.


[...]

Von wegen Spießer

Von wegen Spießer

Das ZDF-Nachtstudio, eine kleine feine Talkshow, hat sich des Themas „Urban Gardening“ angenommen. Moderator Volker Panzer diskutierte in seiner Sendung mit Beschreiber Martin Rasper sowie Gabriella Pape, Christa Müller und Jakob Augstein darüber, was Urban Gardening ist, was es soll und ob ein Garten überhaupt nützlich sein muss oder ob er auch nur schön sein darf. Fragen über Fragen: Zum Video.


[...]