Notizen

Notizen von Dominik Baur:

Cover-Versionen

Cover-Versionen

Die Zeit, 12. Januar 2017:

zeit-kopfhoch

Süddeutsche Zeitung Magazin, 16. Dezember 2016:

szmag-kopfhoch

Kopf hoch, liebe „Zeit“! Euch fällt auch mal wieder was ein.


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Neues Magazin online

Neues Magazin online

Neues Onlinemagazin Saluti dalla Puglia

Der Süden Italiens ist reich an Sonne, Fisch und Oliven, aber arm an Perspektiven: Zwischen Mafia, Kirche und Patriarchat bleibt für Neues kein Platz. Dachten wir. Dann sind wir nach Apulien gefahren. Im neuen Onlinemagazin „Saluti dalla Puglia“ der Reportageschule wird so manches unserer Klischees neu beleuchtet.

Am Anfang waren die Klischees. Denn viel wussten wir nicht von Apulien, als die Entscheidung fiel, dass der 11. Jahrgang der Zeitenspiegel-Reportageschule für sein Auslandsprojekt dorthin fahren würde. Mit dabei: die Beschreiber Dominik Baur (Projektleitung), Philipp Maußhardt (Schulleitung) und Erdmann Wingert (Dozent). Vor allem war da ein Bild der Trostlosigkeit in unseren Köpfen. Die Vorstellung von einem Land ohne Perspektiven, ohne Zukunft, ohne Jugend. Wer was kann, wer es zu was bringen will, der geht weg von hier. Ins Ausland. Oder zumindest in den Norden.

Und natürlich ist da auch etwas dran: 39,2 Prozent beträgt die Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen in Italien. In Europa ist sie nur noch in Griechenland und Spanien höher. Zum Vergleich: In Deutschland liegt sie bei 7,2 Prozent. Innerhalb Italiens ist sie im Süden am höchsten, in Apulien ist rund die Hälfte der jungen Menschen ohne Job.

Aber das Schöne an Klischees ist ja: Ihnen wohnt besonders viel Potenzial für Überraschungen inne. Und in der Tat: Die elf jungen Journalisten der Zeitenspiegel-Reportagesschule begegneten während ihrer zehntägigen Apulienreise einigem, was so gar nicht in das Bild eines Landstriches passen wollte, der sich angeblich schon selbst aufgegeben hatte: Einer blühende Filmindustrie zum Beispiel. Oder einem Architekten, der im Norden bereits Karriere gemacht hatte und doch zurück in die Heimat kam, um hier etwas zu bewegen. Einem Sternekoch, der seine Gäste mitten im Industriegebiet der Küstenstadt Monopoli empfängt. Menschen, die einen leisen, aber vielversprechenden Kampf gegen die Mafia führen. Und Fischern, die der Krise trotzen, indem sie ihre Ware über Whatsapp direkt an den Endkunden verkaufen.

In Teams waren die Reporter im Mai losgezogen, haben recherchiert, gefilmt und ihre Geschichten schließlich in fünf großen multimedialen Reportagen verarbeitet. In der Videorubrik „Mitbringsel“ stellen sie uns darüber hinaus die eine oder andere apulische Spezialität vor: Tomaten, die sich Frank Sinatra sogar nach New York liefern ließ; Rundhäuser aus Stein, die sogenannten Trulli, die es nur hier gibt; oder einen Ohrwurm, der abheben lässt.

„Saluti dalla Puglia“ („Grüße aus Apulien“) heißt die virtuelle Ansichtskarte, die die Schüler aus Apulien geschickt haben. Das Magazin lädt Sie ein zum Lesen, zum Schmökern und zum Staunen.


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„Apropos Kosovo“ nominiert

„Apropos Kosovo“ nominiert

Apropos Kosovo

Die Zeitenspiegel-Reportageschule, an der immer wieder auch Autoren von beschreiber.de als Dozenten wirken, ist mit dem Online-Magazin „Apropos Kosovo“ für den Grimme Online Award nominiert worden. Ich habe die Schüler des neunten Jahrgangs der Zeitenspiegel-Reportageschule Günter Dahl bei der Umsetzung des Magazins betreut – unterstützt von den Beschreibern Philipp Maußhardt und Erdmann Wingert. Für die Gestaltung der Site zeichnete übrigens Tanja Hoffmann verantwortlich, ihres Zeichens auch Designerin von beschreiber.de.


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Bild-Niveau

Bild-Niveau

Bildschirmfoto 2015-03-19 um 17.50.19
Heute auf stern.de.


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Warum ich Charlie bin…

Warum ich Charlie bin…

Vergangene Woche habe ich in einer recht spontanen Entscheidung – im Namen auch meiner Mit-Beschreiber – ein Bekenntnis abgelegt: Ich sei Charlie, habe ich behauptet, mich auf der Solidaritätsseite des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels eingetragen und auch das derzeit allgegenwärtige Je-suis-Charlie-Logo auf www.beschreiber.de eingebaut. Ich, der ich sonst immer großen Wert auf meinen Individualismus lege, dem Moden suspekt sind und der sich ungern irgendwelchen Massenbewegungen – egal welcher Art – anschließt, habe mich in Reihe gestellt mit einer Horde von Charlies, die ich fast alle nicht kenne, und die fast alle noch nicht einmal zu den Lesern von „Charlie Hebdo“ gehören – ebensowenig wie ich. Es ist schon eine fragwürdige Aktion, und ich selbst komme ins Grübeln. Bin ich wirklich Charlie?

Passend dazu erschien dann auch Anfang der Woche auf sueddeutsche.de ein Artikel: „Charlie sein oder nicht sein“. Er fasst sehr schön die Gegenreaktionen auf die „Je suis Charlie“-Bewegung zusammen. Menschen, die sich nicht einfach einreihen wollen in diese heterogene Solidaritätsmasse, die zwar größtenteils darauf Wert legen, auch gegen Gewalt und Terror zu sein, sich aber deshalb noch lange nicht mit irgendwelchen Charlies identifizieren wollen. Ihr Hashtag: #JeNeSuisPasCharlie.

Eine Studentin aus dem Libanon wird in dem Artikel zitiert: „Als Muslimin werde ich keine Zeitung verteidigen, die mich nicht respektiert und meinen Glauben und meine Kultur lächerlich macht.“ Und eine deutsche Bloggerin fügt hinzu: „Wir wissen wohl alle noch vom Schulhof, dass ein Witz nicht immer nur zum Lachen gedacht ist. Oft genug ist es das Ziel eines solchen Witzes, Menschen zu verletzen. Damit kann ich mich schlicht nicht identifizieren.“

Nun kann man es sich natürlich einfach machen und (vermutlich völlig zurecht) darauf hinweisen, dass diese beiden Nicht-Charlies das Wesen der Satire wohl nicht ganz begriffen haben und das der Pressefreiheit wohl auch nicht. Und man könnte überhaupt diese ganzen Neinsager als Wortklauber abtun: Es geht hier, und das muss wohl jedem klar sein, schließlich nicht um eine uneingeschränkte Identifikation mit den Redakteuren von „Charlie Hebdo“ oder ihren Zeichnungen und Texten. Nein, es geht um einen kollektiven Warnruf an die Adresse der Mörder, Ihrer Sympathisanten und Hintermänner: So nicht! Ihr greift uns alle an. Und jetzt bekommt Ihr es mit uns allen zu tun, und wir sind mehr. Viel mehr. Es geht um ein Eintreten für Pressefreiheit und gegen Gewalt. Es geht um Solidarität, nicht um Identifikation. Und überhaupt: Wo bleibt denn bitte die #JFKwarKeinBerliner-Bewegung? Ich bitte Euch, der Mann stammte aus Massachusetts!

Und trotzdem: Es bleibt ein Unbehagen. Wie würde ich – Allah, Gott oder wer immer behüte! – bei einem Anschlag auf die „Bild“-Zeitung reagieren? „Ich bin Bild“? Vielleicht nicht. War es gerade der Abstand – die im wörtlichen Sinne Ignoranz – die mir bei „Charlie Hebdo“ diese scheinbar bedingungslose Identifikation erst möglich machte? Es gibt dauernd Anschläge auf die Pressefreiheit, die Menschenwürde. Tagtäglich. Weltweit. Warum ist die Reaktion bei diesem Attentat so besonders stark? Unverhältnismäßig stark? Warum schreie ich sonst nicht auf?

Ich bin ratlos. Aber ich bin Charlie. Und mein Vorsatz fürs neue Jahr: Öfter mal Charlie sein.


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Fliegende LKWs

Fliegende LKWs

So gehört es sich: Anzeigen und Redaktion sind strikt voneinander getrennt. Als gutes Vorbild geht hier der „journalist“ voran. Hier erfahren die Redakteure offenbar erst nach Erscheinen des Heftes, welche Anzeigen sich darin finden:

journalist


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Apropos…

Apropos…

Apropos Kosovo

Und schon wieder ein neues Onlinemagazin. Diesmal reisten die Schüler der Reutlinger Reportageschule ins jüngste Land Europas. Nach „15 Grad Ost“, „Zehn Tage Siebenbürgen“ und „Servus, Bosporus!“ ist nun das jüngste Magazin „Apropos Kosovo“ online gegangen. Ich habe das die Schüler des neunten Jahrgangs der Zeitenspiegel-Reportageschule Günter Dahl bei der Umsetzung des Magazins betreut – unterstützt von den Beschreibern Philipp Maußhardt und Erdmann Wingert.


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Gschichten, die zweite

Gschichten, die zweite

Noch neuer, noch schöner, noch informativer, noch sexier und mit noch größeren Bildern… Schmarrn! Wie macht man eigentlich Werbung für seine eigene Homepage, die ja wiederum auch nur Werbung für die eigene Arbeit ist? Ich habe keine Ahnung – und dennoch verkünde ich stolz, dass www.gschichten.de nun einen Relaunch erfahren hat. Seitdem ist die Site noch… na, Sie wissen schon.


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Servus, Bosporus!

Servus, Bosporus!

Die Schüler des 8. Jahrgangs der Zeitenspiegel-Reportageschule in Reutlingen haben ein spannendes Online-Magazin gelauncht. „Servus, Bosporus!“ heißt es und präsentiert große und kleine Texte, Filme und Audioslideshows aus Istanbul. Gemeinsam haben alle Geschichten einen Bezug zu Deutschland. Ich habe das Projekt als Dozent betreut, begleitet wurden die Schüler bei Recherche und Textarbeit zudem von den Beschreibern Philipp Maußhardt und Erdmann Wingert. Philipp Maußhardt ist zugleich Leiter der Schule.

Es ist bereits das dritte Projekt dieser Art. Seit Beginn reisen die Nachwuchsreporter der Zeitenspiegel-Reportageschule in Reutlingen im Rahmen ihrer einjährigen Ausbildung für mindestens eine Woche in eine ihnen unbekannte Region im Ausland. 2010 wurde aus den recherchierten Geschichten erstmals ein Online-Magazin erstellt. Damals ging es um die Grenzregion Deutschland/Polen/Tschechien. Titel des Magazins: „15° Ost“. Der siebte Jahrgang der Schule machte sich auf den Weg nach Siebenbürgen. Das Ergebnis: „Zehn Tage Siebenbürgen“.


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„Zehn Tage Siebenbürgen“

„Zehn Tage Siebenbürgen“

Zehn Tage Siebenbürgen

Sie waren zu elft, hatten zwei Busse und zehn Tage Zeit. So machten sie sich auf den Weg in ein unbekanntes Land: Siebenbürgen. Dort trafen sie auf Dracula und andere Überraschungen. Es entstanden Geschichten von Menschen, die weggingen. Von welchen, die blieben. Und anderen, die zurückkehrten.

Sie, das waren die Schüler des siebten Jahrgangs der Zeitenspiegel-Reportageschule Günter Dahl. Die Geschichten, die sie zurückbrachten, veröffentlichten Sie in Form eines Onlinemagazins. Sein Name: „Zehn Tage Siebenbürgen“. Betreut wurden sie dabei von den Beschreibern Philipp Maußhardt, Erdmann Wingert und Dominik Baur.


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