Zu Bucherscheinung notiert:

Wider den Fremdenhass

Wider den Fremdenhass

Gemeinsam mit Schriftstellern und anderen Journalisten habe ich im Januar im Münchner Literaturcafé Lost Weekend bei einer Lesung, die als literarisches Gegen-Pegida gedacht war, vorgelesen. Die Geschichten, die von der Begegnung mit der Fremdheit handeln, kommen nun im August gebündelt als Buch im Kirchheim-Verlag heraus: „Fremd“ (Hrsg. Fridolin Schley). Mein Beitrag lautet „Der Aufschub“ und handelt von der Verhinderung einer Abschiebung in letzter Minute.


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Eine der großen Fragen im Leben: Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Kind?

Eine der großen Fragen im Leben: Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Kind?

Frauen, die mit über 40 ihr erstes Kind bekommen, sind in der Regel hochqualifiziert, beruflich erfolgreich und leben in stabilen Partnerschaften. Dennoch gelten sie hierzulande wahlweise als Egoistinnen, Glucken oder Karrierezicken. Die Journalistin Susanne Fischer ist eine von ihnen – und wehrt sich. Bereits jede vierte Frau in Deutschland bringt mit über 35 Jahren ihr erstes Kind zur Welt, und auch die Zahl der Mütter über 40 wächst. Für die meisten von ihnen lautete die Alternative nicht »Kind mit 25 oder 40«, sondern »Kind mit 40 oder gar kein Kind«. Ein Trend, hinter dem mehr als der angebliche Egoismus moderner Frauen steckt. Späte Mütter, beweist Susanne Fischer uns mit Humor, sind gute Mütter. Das bestätigt inzwischen sogar die Forschung. Viele sind glücklicher als Frauen, die schon in ihren Zwanzigern Kinder bekamen. Sie verdienen mehr, sie leben in stabileren Partnerschaften und sind seltener alleinerziehend. Vor allem aber werden sie immer mehr.

Das neue Buch von Susanne Fischer „Ansichten einer späten Mutter“ ist bei Hoffmann und Campe erschienen und kostet 14,99 Euro.


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Die Krone der Mischabel

Die Krone der Mischabel

Hoch, eisig, brüchig. Ohne Fixseile, ohne Seilbahnen, ohne Heli-Landeplätze. Das sind die zwei höchsten Gipfel der Mischabel – Dom und Täschhorn. Hütten erleichtern den Zugang, doch weit ist der Weg in jedem Fall, auf beide Gipfel. Es gibt bequemere Berge in den Alpen. Aber stolzere, echtere?

Herausforderungen für Alpinisten sind sie, Augenweiden für Bergtouristen, Anregung für Abenteuer und Stoff für Stubenhocker. Im Buch «Dom & Täschhorn. Krone der Mischabel» von Daniel Anker, Caroline Fink und Marco Volken, soeben erschienen im AS Verlag, geht es genau um die beiden Gipfel und ihre Geschichten. Um den Pfarrer, der innerhalb von vier Jahren Dom und Täschhorn erstmals bestieg. Um Mary Mummery, die den schwierigsten Grat dieser Berge 1887 als Erste beging und deren Text zur Erstbegehung des Teufelsgrats nun erstmals auf Deutsch erscheint.

Mit Geoffrey Winthrop Young überleben wir zudem knapp die erste Durchsteigung der Südwestwand daselbst, und mit Arnold Lunn schnallen wir zuoberst auf dem Dom die Ski an. Doch nicht nur um sportlich-geistige Glanztaten geht es in dieser Bergmonografie. Domherr Joseph Anton Berchtold, Vermesser und Namensgeber des Doms, wird vorgestellt, die höchste Blütenpflanze der Schweiz geortet, die Hüttenwelt rund um das Zweigespann beschrieben. Und stimmt es wirklich, dass sich «Mischabel» von «Mistgabel» herleitet? – Die zwei Autoren und die Autorin wünschen eine vergnügliche Bergtour im Lesesessel!


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Die ganze Wahrheit über Stuttgart 21

Die ganze Wahrheit über Stuttgart 21

Stuttgart, im Juli 2010: Über zwanzigtausend Menschen ziehen bei tropischen 42 Grad durch die Straßen des Zentrums. Mit Händen und Füßen, Trillerpfeifen, Luftballons und hochgereckten Fäusten wehren sie sich gegen das Groß- oder vielmehr Mega-Projekt „Stuttgart 21“, den Umbau ihres Hauptbahnhofs. Weltweit gerät das biedere Stuttgartin die Schlagzeilen, Assoziationen an den Pariser Mai oder die Leipziger Montagsdemonstrationen werden wach, die Wut wächst und der Konflikt eskaliert weiter. Erst greift der Staat mit Gewalt und Baggern ein, dann soll eine Schlichtung retten, was zu retten ist. Doch auch der Spruch Heiner Geißlers kann den erbitterten Streit nicht beenden.

Das am 10. Feburar erscheinende Buch „Die ganze Wahrheit über Stuttgart 21“ erklärt, warum es im Ländle wirklich brodelt: S21 steht nicht mehr für einen Bahnhofsumbau, sondern für eine endlos aufgestaute Wut, die ein Ventil gefunden hat. Das Buch ist eine Spurensuche – jenseits von investierten Millionen, Zeitersparnis und geologischer wie städtebaulicher Fachsimpelei – und erzählt eine Geschichte über das Schienennetz der schwäbischen Seele, über Glanz und Elend des Pietismus, die Unschuld der Romantik und so manches Opfer auf dem Schotter. Mit Hölderlin und Hesse, Schiller und Georg Elser, Häuslebauern und Rasenpflegern, Eisenbahnern und Erfindern, RAF-Aktivisten und Amokläufern stellt er die Archetypen der schwäbischen Volksseele vor. Seine scharfsichtigen Betrachtungen fügen sich zu einem schillernden Kaleidoskop der schwäbischen Befindlichkeiten,vor deren Hintergrund der Kampf um Stuttgart 21 erst verständlich wird.

Wolf Reiser, Die ganze Wahrheit über Stuttgart 21. .Taschenbuch, 120 Seiten. Scorpio Verlag 2011.


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